Doppelkopf

Zum Doppelkopf werden zwei Kartenspiele verwendet, bestehend aus As (Daus), König, Dame (Ober), Bube (Unter), Zehn, Neun in den Farben Kreuz (Treff, Eichel), Pik (Grün), Herz (Rot), Karo (Schellen), zusammen also 48 Karten. Doppelkopf wird mit französischen und deutschen Karten gespielt. Man kann auch aus zwei Skatspielen die Achten und Sieben herausnehmen und erhält dann ein Doppelkopfspiel.

Das As zählt 11 Augen, Zehn 10, König 4, Dame 3, Bube 2, die Neun zählt keine Augen. Da jede Karte achtmal vorkommt (4 Farben, 2 Spiele!), so ergeben sich im ganzen 240 Augen.

Für As, König, Dame, Bube merke man sich die Abkürzungen A, K, D, B.

Zum Doppelkopf gehören vier Personen. Wollen sich fünf Personen beteiligen, so muß abwechselnd der Geber, d. h. der die Karten Austeilende, ausscheiden oder, wie man sagt, "sitzen". Er ist am Gewinn aller Spiele beteiligt, sofern keine Sondervereinbarung getroffen wurde, muß natürlich aber an den Gewinner eines Solospieles wie alle ändern zahlen.

Soll das Spiel beginnen, so wird zunächst der erste Geber ermittelt. Am einfachsten so, daß einer der Spieler den Kartenstoß vom Nachbar abheben läßt und dann von links nach rechts Karten austeilt; wer das erste As bekommt, muß geben. Der Geber mischt nun die Karten gut durch, läßt vom rechten Nachbar abheben und verteilt links herum (Kaffeemühle) je 4 Karten, bis jeder Spieler 12 Karten hat.

Der linke Nachbar des Gebers (Vorhand) spielt aus, die ändern geben der Reihe nach links herum zu. Der Stich gehört immer dem Spieler, der die höchste Karte in der ausgespielten Farbe oder einen Trumpf zugibt. Fällt die höchste Karte, was oft vorkommt, zweimal in den gleichen Stich, wird z. B. ein As ausgespielt und ein Spieler will oder muß dasselbe As zugeben, so gehört der Stich dem Spieler, der diese Karte zuerst ausspielte. Vorausgesetzt natürlich, daß nicht mit Trumpf gestochen wird.

Es muß stets Farbe bedient werden, aber wer die ausgespielte Farbe nicht hat, muß nicht unbedingt stechen. Wenn mein Partner z. B. ein As ausspielt von einer Farbe, die ich nicht habe, so werde ich ihm seinen sicheren Stich nicht abstechen, sondern ihm lieber eine Zehn zugeben.

Der Gewinner eines Stiches spielt zum nächsten Stich aus.